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Unvernunft oder anderen Absichten? Eine neue Straße sorgt für Ärger in Brixen/Millan - Zigori Channel

Unvernunft oder anderen Absichten? Eine neue Straße sorgt für Ärger in Brixen/Millan - Zigori Channel

OMNIBRIX online berichtet:
Der Brixner Bürgermeister Pürgstaller hat immer behauptet, es gäbe keine Alternative zur Trassenführung der neuen Zufahrtsstraße unter der alten Millander Kirche. Nun liegt der Nachweis vor, dass eine andere Trasse technisch möglich gewesen wäre, die die Landschaft schont und das Zerschneiden der Wiesen verhindern würde. Will die Gemeinde Brixen das Gelände duch die Hintertür baureif machen?

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OMNIBRIX online berichtet:
Der Brixner Bürgermeister Pürgstaller hat immer behauptet, es gäbe keine Alternative zur Trassenführung der neuen Zufahrtsstraße unter der alten Millander Kirche. Nun liegt der Nachweis vor, dass eine andere Trasse technisch möglich gewesen wäre, die die Landschaft schont und das Zerschneiden der Wiesen verhindern würde. Will die Gemeinde Brixen das Gelände duch die Hintertür baureif machen?

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Comments: 1

  • kurt
    kurt · 328 days ago

    Verwaltungsgericht hebt Baustop am Platschweg auf | Interview mit Raimund Stockner

    15/04/2009 von Markus

    Omnibrix online: Herr Stockner, gestern war die Verhandlung in Sachen Platschweg vor dem Verwaltungsgericht in Bozen. Was ist dabei herausgekommen?

    Raimund Stockner: Leider ist es für uns negativ verlaufen. In der Sache wurde zwar noch nicht entschieden, aber der Baustopp wurde aufgehoben, die Baufirma kann weiter arbeiten.

    Hat sich an der Baustelle heute schon etwas getan?

    Nein, der Beschluss ist erst heute herausgekommen, ich gehe davon aus, dass morgen in der Früh der Bagger wieder auffahren wird.

    Wie stellt sich die juristische Sachlage dar, das Verfahren ist ja noch nicht abgeschlossen?

    Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder ich ziehe meinen Antrag jetzt zurück und dann ist das Verfahren erledigt oder ich lasse es weiter laufen und es wird irgendwann einmal in einigen Monaten ein Urteil in der Sache geben. Man muss leider davon ausgehen, dass die Straße bis dahin fertig ist.

    platschweg-raimund-stockner-zeigt-auf-das-gelande2

    Raimund Stockner kann nicht verstehen, wieso die Gemeinde weiterhin so stur auf der Trasse besteht, die die Wiesen unterhalb der alten Millander Kirche zerschneidet

    Was kann man dann noch machen?

    Wenn ich Recht bekommen sollten, müsste man die Straße theoretisch wieder zurückbauen, in der Praxis wäre das dann wohl schwer durchzusetzen.

    Was haben Sie für Rückmeldungen von der Bevölkerung bekommen?

    Die Bevölkerung versteht nicht, warum die Gemeinde nicht die Variante wählt, die die Landschaft schont und die sich nach dem Gutachten des von mir beauftragten Ingenieurs als absolut machbare Alternative herausgestellt hat, die sowohl technisch als auch landschaftlich eine Reihe von Vorteilen gegenüber der von der Gemeinde gewählten Trasse mitten durch die Wiesen aufweist.

    platschweg-zwei-plakate-haus-kaser1
    Bürgermeister Pürgstaller scheint auf stur zu schalten - trotz der vielen Proteste aus der Bürgerschaft

    Gerade über die Feiertage sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger hier vorbei spaziert. Sie haben die Plakate gelesen, in kleineren und größeren Gruppen diskutiert und auch mir gegenüber ihr Unverständnis über das Vorgehen der Gemeinde geäußert. Viele haben gehofft, die Gemeinde würde die durch den Baustopp bedingte Pause zum Nachdenken nutzen und ein Einsehen haben. Aber darauf deutet zur Zeit nichts hin. Der Bürgermeister will das Projekt durchziehen, jetzt erst recht, habe ich den Eindruck.

    Was ziehen Sie für Schlussfolgerungen aus diesem Fall?

    Ich finde es einfach traurig, dass die Politiker hier gegen den Willen der Bevölkerung vorgehen. Das ist nicht eine Einzelmeinung von mir, die ganzen Anrainer hier am Platschweg und im Kitzloch sind der Meinung, dass hier ein großer Fehler gemacht wird.

    Ich war angenehm überrascht über die Unterstützung aus der Bürgerschaft, wofür ich mich hier bedanken möchte. Ich wurde nicht allein gelassen. Es ist auch nicht die Sache eines Einzelnen, wenn die Wiese wegen eines verkorksten Friedhofsprojektes zerstört wird. Jeder, der in den letzten Tagen da vorbei ist oder mit dem ich gesprochen habe, hat den Kopf geschüttelt. Ich möchte wissen, wie viele Leute da sind, die wirklich für diese Variante der Gemeinde plädieren.

    Haben Sie schon entschieden, wie Sie vorgehen wollen?

    Nein, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Fakt ist, dass so ein Verfahren auch Geld kostet und die Gemeinde sich darüber keine Gedanken machen muss. Ich werde mich jetzt noch mit dem Anwalt und mit anderen Leuten beraten. Es ist keine Eile geboten, ich kann in Ruhe abwägen, ob es opportun ist, das Verfahren weiter laufen zu lassen.

    (Interview: Markus Lobis)


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